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USDD und USDN verlieren Dollarbindung? Stürzen weitere Stablecoins ab?

Verlieren USDD und USDN die Dollarbindung? Stürzen nach dem dramatischen Terra-Zusammenbruch nun also auch weitere Stablecoins ab?

USDD und USDN Depeg in Aussicht?

Nachdem die FED die Erhöhung des Leitzins Anfang Mai bekannt gab, entwickelten sich enorme Kursverluste am Kryptomarkt. Anschließend stürzte sogar das gesamte Terra-Ökosystem ab und vertiefte die Verluste noch einmal erheblich.

Wirft man aktuell einen Blick auf die Kursentwicklungen des Bitcoin und vieler weiterer Kryptowährungen, bekommt man das Gefühl, das Ereignis befinde sich gerade in der Wiederholung.

Denn: Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte dem Vorbild der US-Zentralbank folgen und den Leitzins ab Juli ebenfalls erhöhen. Im Vergleich zu den amerikanischen Kollegen plant man jedoch nur eine Erhöhung um die Hälfte und damit 25 Basispunkte (0,25 Prozent).

Kurz nach der Ankündigung fällt der Kryptomarkt. BTC sinkt auf aktuelle 23.800 US-Dollar und Stablecoins geraten erneut unter Druck.

Unter den Top 10 Stablecoins verlieren der native algorithmische Stablecoin der Tron-Blockchain (USDD) und das Äquivalent der Waves-Blockchain (USDN) besonders stark.

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Auf Twitter verbreitet sich unterdessen das Gerücht, USDD und USDN hätten ihre Dollarbindung bereits verloren. Auch dieses Element erinnert an den Untergang des TerraUSD.

Tatsächlich liegt der Marktwert des USDD bei 99 Dollarcent, der Neutrino Dollar sogar nur bei 97 Cent. Zwar ist ein merkbarer Preisunterschied zum US-Dollar vorhanden, in Panik sollte man deshalb allerdings nicht geraten.

Ein Blick auf die Historie der Stablecoins zeigt: Diese Schwankungen sind noch vollkommen im Rahmen. Erst panische Abverkäufe durch große Mengen der Token könnten den Kursen potenziell extrem schaden.

Wie tief kann ein Stablecoin fallen und dennoch überleben? Wir zeigen dir historische Daten!

USDD erhöht Deckung auf 300 Prozent

USDD und USDN entstanden nach dem Vorbild des TerraUSD auf vergleichbaren DeFi-Blockchains. Den Absturz des ehemaligen Leitbildes will man sicher nicht imitieren.

Justin Sun, Gründer von Tron, gab daher bekannt, den USDD mit einer Werthinterlegung von 130 Prozent auszustatten. Ziel ist es also, mehr Wertanlagen in einer Reserve anzuhäufen, als der USDD an Marktkapitalisierung erreicht.

Inzwischen übertrifft man das eigentliche Ziel deutlich.

Wegen der extremen Marktkonditionen erhält die TronDAO 700 Millionen USDC, um die Bindung des USDD zu verteidigen.

For the market extreme condition, @trondaoreserve has received 700 million USDC to defend #USDD peg. Now USDD collateralization rate is nearly 300%. https://t.co/ULYBfjt2i0

— TRON DAO Reserve (@trondaoreserve) June 13, 2022

So heißt es in einem Tweet der Tron DAO Reserve (TDR). Durch diese Maßnahme erreiche der USDD eine Übersicherung von 300 Prozent. Zu Redaktionsschluss liegt die Deckung laut Echtzeit-Transparenzbericht der TDR bei 279,9 Prozent.

Das eigentliche Ziel der 130-prozentigen Sicherung war es, den DAI mit seiner anvisierten Deckung von 120 Prozent zu übertreffen und so mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Geht es für Kryptos weiter bergab?

Auch an anderer Stelle lässt sich erkennen, dass die Angst am Kryptomarkt aktuell wieder zunimmt. Die Marktkapitalisierung des USDT sank seit den Morgenstunden um ganze 36 Millionen US-Dollar.

Tether: Marktkapitalisierung sinkt um 36 Millionen US-Dollar in ca. 12 Stunden.

Wieder einmal gilt der USD Coin vielen Investoren als sicherer Hafen. Dessen Marktkapitalisierung stieg im gleichen Zeitraum um 19 Millionen US-Dollar.

Gleicher Zeitraum: Der USD Coin wächst um 19 Millionen US-Dollar.

Die algorithmischen Konkurrenten USDD und USDN scheinen das Schlimmste bereits überstanden zu haben. Ihre Kurse nähern sich dem US-Dollar bei steigendem Handelsvolumen wieder an.

Schon morgen beginnt die Juni-Sitzung des FOMC – des Komitees, das über den US-Leitzins bestimmt. Am Mittwoch wird das Treffen beendet. Eine weitere Erhöhung des Leitzins könnte die aktuell negativen Kurse weiter nach unten treiben.

Ob es zu einer Zinserhöhung kommt, lässt sich vorab nicht garantieren. Es wird jedoch vermutet, dass es in diesem Jahr zu einer dritten Erhöhung durch die FED kommt – Experten zufolge im Spätjahr.

   

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