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Terra Luna in Wahrheit ein Exit-Scam? UST Debakel wird Thema beim G7-Gipfel

Am 7. Mai kontrollierte der Luna Foundation Guard (LFG) einen Reservefonds in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar. Das meiste davon hielt er in BTC und mauserte sich damit zu einem der größten Halter von Bitcoin. Gut eine Woche später war dieser sehr ansehnliche Fonds von Terra Luna auf nur noch 87 Millionen US-Dollar geschrumpft.

Der Untergang von Terra Luna passierte schnell und schockte das gesamte Krypto-Ökosystem. Nachdem die UST Coin als Stablecoin seine Parität zum US-Dollar verlor, löste er aufgrund der Wechselbeziehung zu der LUNA Coin eine Hyperinflation bei dem nativen Vermögenswert von Terra Luna aus.

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Eigentlich hätte der 3,1 Milliarden US-Dollar schwere Fonds der LFG genau davor schützen sollen. Tatsächlich gab die LFG Berichten zufolge auch 3 Milliarden US-Dollar aus, um die Parität der UST Coin aufrecht zu erhalten. Wie wir wissen, half das aber offensichtlich nur sehr wenig.

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Die Todesspirale, in der die Flucht aus der UST Coin dazu führte, dass das Angebot der LUNA Coin exponentiell aufgebläht wurde, war bereits im vollen Gange. Das Vertrauen war verloren und Panik machte sich breit. Der Wert der UST Coin fiel von 1$ auf aktuell 0,09$. Die LUNA Coin traf es sogar noch sehr viel härter. Ihr Preis fiel von 70$ auf einen Bruchteil von einem US-Cent. Das Experiment “Terra Luna” gilt offiziell als gescheitert.

Doch als wäre das nicht bereits genug, hat die ohnehin schon schwer verdauliche Angelegenheit noch einen unappetitlichen Beigeschmack bekommen. Lautstark kursieren Vorwürfe gegen die LFG, dass der Verkauf ihrer Bitcoins  keineswegs im Sinne des Terra Luna Ökosystems und der Rettung der UST Coin durchgeführt wurden. Vielmehr sollen sie an Insider “umverteilt” worden sein.

War der Terra Luna Fonds in Wahrheit nur ein Rettungsfallschirm für Insider?

Der Versuch transparent darzulegen, was genau mit den 3 Milliarden US-Dollar schweren Reservefonds geschah, fliegt der LFG aktuell um die Ohren. In einem Twitter-Thread legte die Foundation dar, wie die Gelder eingesetzt worden sind, um die Parität der UST Coin zu verteidigen.

Laut den dortigen Informationen scheint es so, als ob sie ausgewählten Gegenparteien erlaubt hat, ihre UST gegen USDT, USDC und Bitcoin (BTC) aus der LFG-Schatzkammer zu tauschen. Bei einem Swap am 8. Mai verkaufte LFG 26.281.671 USDT und 23.555.590 USDC für insgesamt 50.200.071 UST. Am noch selben Tag transferierte die LFG 52.189 BTC, um mit einer Gegenpartei zu handeln. Zuzüglich eines Überschusses von 5.313 BTC bekamen sie dafür 1.515.689.462 UST zurück.

Diese Swaps haben in der Krypto-Community einige kritischen Fragen aufgeworfen. Patrick McKenzie von Stripe nannte es sogar “schockierend”, dass die LFG es offensichtlich Insidern ermöglicht hat, ihre UST Coins gegen Bitcoins nahe dem Nennwert auszahlen zu lassen. Er twitterte fassungslos:

Nachdem der Terra-Stablecoin seine Bindung an 60 Cent durchbrochen hatte, ließ der Marktstabilisierungsfonds Insider zu Bitcoin nahe dem Nennwert auszahlen.

Ich bin schockiert, schockiert.

Insgesamt erscheint es tatsächlich merkwürdig, dass die LFG die Vermögenswerte des Reservefonds nicht dazu verwendet hat, die UST Coin auf dem offenen Markt aufzukaufen.

Um den Preis wieder nach oben zu drücken, hätte es aggressive Markt-Aufträge gebraucht. Stattdessen liest es sich so, als hätte sich die LSG dazu entschlossen, lediglich mit ausgewählten Parteien zu handeln und das nicht zu dem damals aktuellen Marktpreis, sondern deutlich darüber.

Ein Influencer mit dem Twitter-Handle “DCinvestor” spekulierte sogar, dass die LFG nur eine Funktion hatte und diese nicht der Rettung der UST Coin galt. Seinen Mutmaßungen zur Folge bestand die Aufgabe der LFG darin, Bitcoin zu erwerben, um dem Team und einem engeren Kreis einen “Ausstiegsfallschirm” zu schaffen. Er ging sogar so weit, dass man von einem großangelegten Exit-Scam ausgehen müsse. Zumindest dann, wenn das Team hinter Terra Luna seine Anschuldigungen nicht glaubhaft widerlegen könne.

Die Vorwürfe sind derzeit nichts weiter als reine Spekulation. Es ist nämlich nicht bekannt, welche Gegenparteien ihre UST ausgetauscht haben. Terra Luna wurde von einigen namhaften Investoren unterstützt. Dazu gehörten Galaxy Digital Holdings Ltd., Pantera Capital, Lightspeed Venture Partners, Jump Crypto und Three Arrows Capital.

UST Coin Debakel wird Gesprächsthema beim G7-Treffen in Deutschland

Aktuell wird viel darüber debattiert, wie es für Terra Luna von hier aus weitergeht. Im Gespräch sind mögliche Kompensationen für Halter der UST Coin. Es ist ebenfalls von einer Neuauflage des nativen Vermögenswerts als LUNA Classic die Rede. Diesmal allerdings ohne die UST Coin. Doch während Terra Luna Gründer Do Kwon bereits Pläne schmiedet, wie es von hier aus weitergehen soll, könnte dieses Kapitel noch lange nicht abgeschlossen sein. Der Kollaps der UST und LUNA Coin hat nämlich auch weit außerhalb des Krypto-Ökosystems Wellen geschlagen.

Einem Reuters-Artikel zufolge hat der Chef der französischen Zentralbank enthüllt, dass die Regulierung von Kryptowährungen auf dem bevorstehenden G7-Treffen in Deutschland im Mittelpunkt stehen wird. Herr Villeroy de Galhau betonte, dass dieses Thema inmitten der beispiellosen Turbulenzen auf den Krypto-Märkten, die durch das UST/LUNA-Drama in der letzten Woche verursacht wurden, auf die Tagesordnung gesetzt wurde:

Was in der jüngsten Vergangenheit geschehen ist, ist ein Weckruf für die dringende Notwendigkeit einer globalen Regulierung.

Wie wir auf Bitcoin-Bude bereits berichtet haben, hat auch die US-Finanzministerin Janet Yellen das Terra Luna Debakel als Anlass dafür genommen, auf die dringende Notwendigkeit eines neuen Regulierungsrahmens für Kryptowährungen und Stablecoins zu bestehen.

Lies in diesem Zusammenhang: Bitcoin Kurs & UST Crash: Blackrock, Citadel und Gemini bestreiten Marktmanipulation

Hinzukommt, dass am Montag dieser Woche die BaFin einen Artikel ihrer Exekutivdirektorin für Abwicklung und Geldwäscheprävention, Birgit Rodolphe, veröffentlichte. Darin sprach sich Frau Rodolphe ebenfalls dafür aus, dass DeFi einer klaren Regulierung bedarf. Ein Thema, das ihrer Meinung nach keinen weiteren Aufschub zulässt.

Entsprechend können wir uns darauf einstellen, dass das Thema “Terra Luna” noch ein Echo besitzt. Was wir dabei zu hören bekommen, könnte dem ein oder anderen gar nicht gefallen.

   

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