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Iran führt mit dem digitalen Rial eine eigene CBDC-Währung ein – aber unter Vorbehalt

Die iranische Zentralbank (CBI) wird am 22. September ein Pilotprojekt für eine digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency) starten, wie der Mediendienst der nationalen Handels-, Industrie-, Bergbau- und Landwirtschaftskammer mitteilte, erfuhr CryptoMonday.

Damit reiht sich der Iran in die Liste der Länder ein, die von der Regierung ausgegebene Stablecoins einführen. Der Mediendienst berichtet, dass der Zweck des so genannten “Krypto-Rials” darin bestehe, Banknoten in programmierbare Einheiten zu verwandeln, so die Zentralbank des Landes.

Zweifel an der Praktikabilität

Im Mai letzten Jahres erklärte der ehemalige CBI-Gouverneur Abdolnaser Hemmati, seine Institution habe bereits eine Grundversion des digitalen Rial entwickelt. Der derzeitige Gouverneur, Ali Salehabadi, teilte Anfang dieses Monats mit, die Bank verfüge über die für eine CBDC-Währung erforderlichen Regeln und Infrastrukturen.

Die CBI plant die Einführung im November, aber Experten sind noch sehr zurückhaltend, was die Praktikabilität der Initiative und ihre potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen angeht.

Wenig Informationen über die Funktion der Währung

Die Zentralbank hat nur wenige Informationen darüber mitgeteilt, was der eigentliche Zweck des digitalen Rials ist oder welche Arbeit daran geleistet wird. Die iranische Regierung sieht in Kryptowährungen eine Möglichkeit, die strengen US-Sanktionen zu umgehen. Anfang 2022 hat das sanktionierte Land einen Importauftrag in Höhe von 10 Millionen US-Dollar erteilt, der in Krypto bezahlt werden soll.

Der staatliche Nachrichtendienst versicherte, dass die digitale Währung nicht mit den großen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum konkurrieren werde. Die Initiative zielt darauf ab, die finanzielle Inklusion zu erleichtern und als leistungsstarkes Instrument zu fungieren, damit die Zentralbank mit anderen Stablecoins weltweit konkurrieren kann.

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Unternehmen sind noch nicht bereit

Regierungsvertreter behaupten, dass der digitale Rial für inländische Kleinstzahlungen verwendet werden kann. Aber Experten glauben nicht, dass die Unternehmen im Land bereit sind, die neue nationale Währung zu akzeptieren. Außerdem müssen sich die iranischen Nutzer erst noch mit digitalen Wallets und insbesondere mit Sicherheitsfragen vertraut machen.

Auf makroökonomischer Ebene machen sich Experten Sorgen über die möglichen negativen Auswirkungen des digitalen Rial auf die Banken, so der ehemalige stellvertretende CBI-Gouverneur Ahmad Azizi, der von Tejarat News zitiert wird:

Im Grunde genommen ist das Bankwesen ein Finanzvermittlungsgeschäft. Die Durchführung von Großprojekten würde die Rolle der Banken bei der Finanzvermittlung schwächen. Dies würde sich auch auf ihr Vermögen und ihre Kreditvergabekraft auswirken und letztlich ihre Verluste vervielfachen. Es scheint, dass die CBI die Experten nicht über das Projekt aufgeklärt hat, weil sich bisher kein Banker in diesem Sinne geäußert hat.

   

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