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Interessantes Timing – Britisches Finanzministerium kündigt Stablecoin-Regulierung an

Das britische Finanzministerium will bei der Regulierung von Stablecoins nun Ernst machen. Der gewählte Zeitpunkt der entsprechenden Ankündigung lässt die Krypto-Community jedoch hellhörig werden, denn diese kommt inmitten des aktuellen Skandals um das Blockchain-Projekt Terra (LUNA) und den zugehörigen algorithmischen Stablecoin TerraUSD (UST).

Wie The Telegraph berichtet, hat Her Majesty’s Treasury im Rahmen der diesjährigen Queen’s Speech in Aussicht gestellt, dass Stablecoins in der bevorstehenden Parlaments-Periode reguliert werden sollen. Die in diesem Jahr erstmals von Prinz Charles vorgetragene Eröffnungsrede hat eine Reihe von politischen Maßnahmen angekündigt, in deren Rahmen nun auch die (wert-)stabilen Kryptowährungen Gegenstand sind, so heißt es:

„Ein entsprechender Gesetzentwurf [die Economic Crime and Corporate Transparency Bill] soll dafür sorgen, dass wir verstärkt gegen illegale Finanzaktivitäten und Wirtschaftskriminalität vorgehen können, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.“

Bereits am 4. April hatte Cointelegraph berichtet, dass das britische Finanzministerium eine Gesetzesänderung anstrebt, um Stablecoins im bestehenden Rechtsrahmen als Zahlungsmittel behandeln zu können.

Economic Secretary @JohnGlenUK announced today that stablecoins will be brought into UK payments regulation.

This places the UK financial services sector at the forefront of technology, creating conditions for stablecoin issuers and service providers to operate and invest. pic.twitter.com/14SsIGW5bf

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— HM Treasury (@hmtreasury) April 4, 2022

Während die Krypto-Community bereits erwartet hat, dass das Drama um den plötzlichen Zusammenbruch von LUNA und UST für neuen Druck durch die Regulierungsbehörden sorgen würde, kommt die Reaktion aus dem Vereinigten Königreich überraschend schnell. Das britischen Finanzministerium betont in diesem Zusammenhang immerhin, dass „die britische Finanztechnologie zu jeder Zeit an der Speerspitze der technischen Innovation stehen soll“.

Eine Legalisierung von algorithmischen Stablecoins scheint dabei jedoch äußerst unwahrscheinlich, denn das Finanzministerium bevorzugt wohl durch Bargeldreserven abgedeckte Stablecoins wie Tether (USDT) und USD Coin (USDC). Dahingehend bestätigt ein Sprecher des Ministeriums:

„Die Regulierung von Stablecoins, für deren Verwendungszweck als Zahlungsmittel, wird Teil des Gesetzentwurfs für Finanzdienstleistungen und Finanzmärkte sein, der im Rahmen der Queen’s Speech angekündigt wurde.“

Durch die Legalisierung von Stablecoins will Her Majesty’s Treasury neue Wachstumschancen erschließen und gleichsam deren Risiko für die Finanzstabilität minimieren. Dementsprechend betont der Ministeriumssprecher, dass der Terra-Stablecoin durch eine zweite Kryptowährung abgesichert wurde, weshalb dieser als Zahlungsmittel nicht in Frage käme:

„Unsere Regierung hat klargemacht, dass sich bestimmte Stablecoins nicht als Zahlungsmittel eignen, weil sie bestimmte Eigenschaften von Kryptowährungen haben.“

   

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