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FTX Insolvenz führt zu Run auf Hardware Wallets und dezentralisierte Kryptobörsen

Anleger ziehen Konsequenzen aus der Zahlungsunfähigkeit der Kryptobörse FTX und kaufen massiv Hardware Wallets, um Bitcoin und Co. selbst sicher zu verwahren. Auch dezentralisierte Kryptobörsen erleben einen Run.

Nach wie vor glauben manche Optimisten an eine Rettung der insolvent gegangenen Kryptobörse FTX – aber viele Anleger setzen die Lehren aus milliardenschweren Crash bereits um und orientieren sich neu. Dabei fallen zwei Details ins Auge:

1. Hardware Wallets sind so nachgefragt wie noch nie. Denn mit einer Hardware Wallet lassen sich Guthaben in Bitcoin und Co. eigenständig verwahren und Anleger müssen keiner Kryptobörse dafür vertrauen. Wer immer schon so verfahren hatte, steht nun normalerweise besser da, weil Guthaben eben nicht bei einer Kryptobörse wie FTX extern und fremd verwendet werden konnten. Die beiden großen Hersteller von Hardware Wallets, Ledger und Trezor, melden aktuell Rekordverkäufe. Von Ledger heißt es, dass die Wochenverkäufe von Ledger Hardware Wallets im Vergleich zur Woche vor dem FTX Crash um den Fakt 7 gestiegen sein. Fast täglich würden Verkaufszahlen in nie zuvor gesehene Höhe erreicht. Ähnlich schildert Trezor die Situation: Rund 300 Prozent Plus bei den Wochenverkäufen bedeuten für die Trezor Hardware Wallets ein Übertreffen der Zahlen, die in 2021 bei Bitcoin Allzeithochs bisherige Rekordstände markierten.

2. Dezentralisierte Kryptobörsen (DEX) erfahren massiven Zufluss von Kunden und Kapital. FTX gehört zu den zentralisierten Kryptobörsen, wo menschliche Leitung in das Geschäft eingreifen kann, was bei FTX zum Missbrauch von Kundengeldern führte. Bei einer DEX regiert – zumindest theoretisch – allein der Code und alle Deals werden auf Grundlage von automatisierten Smart Contracts abgewickelt. Weder Mitarbeiter noch Behörden sollen bei einer DEX Zugriff auf Kundengelder haben können. Dieses Prinzip wird nun interessanter als zuvor, um sich vor einer Lage wie bei FTX zu schützen. Die führende DEX Uniswap verbuchte nach dem FTX Crash um das dreifach gewachsene Tagesumsätze, andere DEX Protokolle wie Curve oder PanCakeSwap kommen auf verdoppelte Tagesumsätze. Blockchain-Daten zeigen aber auch: Alle großen DEX zusammengerechnet erreichen weiter nicht einmal zehn Prozent des täglichen Handelsvolumens, was allein bei Binance als Marktführer unter den zentralisierte Kryptobörsen auf dem Spot Markt abgewickelt wird. Auch dezentrale Futures Börsen wie DYDX sehen ein großes Wachstum.

Fazit: Hardware Wallets ein Muss, dezentralisierte Kryptobörsen eine Option

Auch falls Du nicht Kunde bei FTX warst und so nicht zu den direkt Geschädigten zählst – es wäre fahrlässig, den Kollaps von FTX nicht als Weckruf zu verstehen. Den Einsatz von Hardware Wallets empfehlen wir euch schon immer dringend als bestmögliche Lösung für Sicherheit und Bedienungsfreundlichkeit beim Umgang mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Unseren Marktüberblick und ausführliche Anleitungen zu Hardware Wallets von Ledger und Trezor findest du hier. Auch DEX als Alternativen zu zentralisierten Kryptobörsen wie Binance haben ihre Pluspunkte, sind aber nach wie vor nicht immer benutzerfreundlich und bergen das Risiko von Programmierfehlern. Doch große DEX wie Uniswap haben sich Vertrauen erarbeitet und sind es grundsätzlich wert, als eine Möglichkeit in Betracht gezogen zu werden, um sich von zentralisierten Strukturen unabhängig zu machen.

   

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