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Coinbase bestreitet den Vorwurf des Verkaufs von Kundendaten

  • Laut Darstellung der Kryptobörse wurden Informationen zu einem Fall von Finanzbetrug an die zuständigen Behörden gegeben.
  • Das angeschlagene Vertrauen der Kunden in Coinbase dürfte nach den jüngsten Vorfällen im Umfeld der Börse weiter schwinden.

Die führende US-Kryptobörse Coinbase dementierte die Nachricht, das Unternehmen verkaufe die Daten seiner Nutzer an die US-Einwanderungs- und Zollbehörde, eine nachgeordnete Behörde des Ministeriums für Homeland-Security.

Am 30. Juni verbreitete ein populäres Nachrichtenportal die Beschuldigung, Coinbase verkaufe Kundendaten an die Zollbehörde; dies umfasse auch die Transaktions- und Geodatenhistorie der Kundendaten.

Viele Coinbase-Nutzer, darunter auch Solobase Mac, äußerten sich dazu auf Twitter. Solobase Mac drohte, rechtliche Schritte gegen Coinbase einzuleiten, falls die Nachricht sich als zutreffend erweise.

Coinbase bestreitet die Vorwürfe

Coinbase hingegen twitterte, dass Unternehmen gebe grundsätzlich keine Kundendaten weiter, da man sich an die geltenden Datenschutzgesetze halte.

1/ We want to make this incredibly clear: Coinbase does not sell proprietary customer data. Our first concern has been and always will be providing the safest and most secure crypto experience to our users.

— Coinbase (@coinbase) June 30, 2022

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Coinbase erklärte weiter, dass das vorgehaltene Tracer-Tool Teil der Erfüllung der Anforderungen sind, die sich zwangsläufig aus den Richtlinien der zuständigen Behörden ergeben. Nach Angaben der Börse verfolgt das Tool Verdachtsmomente auf Finanzbetrug, etwa Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Coinbase behauptet, nur öffentlich verfügbare Informationen an die Behörden weiterzugeben, nicht aber persönliche Kundendaten. Im vergangenen September hatte Coinbase mit der Zollbehörder vereinbart, eine Tracking-App zu entwickeln. Dazu gehörte, dass Coinbase einen Software-as-a-Service für die Anwendungsentwicklung für die Zollbehörde bereitstellen würde.

Coinbase konzentriert sich auf Expansion

Der allgemeine Abschwung auf dem Kryptomarkt hat Coinbase nicht davon abgehalten, seine Geschäftstätigkeit auf den europäischen Kontinent auszuweiten. Die Börse hat bereits eine Betriebslizenz von den Behörden im Vereinigten Königreich, Deutschland und Irland. Kürzlich hat Coinbase begonnen in der Schweiz Personal zu rekrutieren, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen bald auch dort tätig werden will.

Dennoch hat die Ratingagentur Moody´s letzte Woche das Corporate Family Rating (CFR) von Coinbase herabgesetzt.

Das Kreditrating-Unternehmen senkte auch die Bewertung der garantierten vorrangigen unbesicherten Anleihen von Coinbase. Bei diesen Anleihen handelt es sich um Schulden, die durch keinerlei Sicherheiten gedeckt sind. Coinbase ist wie viele andere Kryptobörsen in Schwierigkeiten geraten, seitdem der Kryptomarkt extrem schrumpft.

Auch Goldman Sachs stufte Coinbase in seinem Rating von „Neutral“ auf „Verkaufen“ herab. Sowohl Moody´s als auch Goldman Sachs gaben ähnliche Gründe für die Herabstufung an.

Mehr zum Thema: Goldman Sachs ändert Bewertung von Coinbase von „Neutral“ auf „Verkaufen“

Der Grund dafür lag in den sich rapide verschlechternden Kennzahlen zur Beurteilung der Performance der Kryptobörse. Der Rückgang des Krypto-Handelsvolumens, insbesondere in den letzten zwei Monaten, hatte zu einem Rückgang der Einnahmen von Coinbase geführt.

Der Großteil der Einnahmen der Börse stammt aus den Transaktionsgebühren. Ein Rückgang der Einnahmen bedeutet daher auch eine schlechte Performance der Aktie des Unternehmens. Der Aktienkurs von Coinbase ist seit Anfang des Jahres um 80 Prozent gefallen.

   

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