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Bitcoin Mining im Iran: Miner vom Stromnetz ausgeschlossen

Im Iran werden Bitcoin-Miner vom Stromnetz ausgeschlossen. Der Staat möchte damit Energieengpässe vermeiden, die andernfalls sogar zu Ausfällen führen könnten.

Iran schaltet 118 Krypto-Minern den Strom ab

Aktuell existieren im Iran 118 lizenzierte Krypto-Miner. Ab heute schalten die Behörden diesen Betrieben den Strom ab, da man steigenden Energiebedarf erwartet.

Mostafa Rajabi Mashhadi, Sprecher der iranischen Energiebranche, teilte diese Botschaft laut einem Bericht von Bloomberg im landeseigenen Fernsehen mit. Zugleich warnte er vor Stromausfällen, die trotz dieser Maßnahme eintreten könnten.

Die Abschaltungen treten gezielt ab 22. Juni ein, da man ab dieser Woche einen erhöhten Stromverbrauch von 63.000 Megawatt erwartet. Letztes Jahr entstand durch einen stark gestiegenen Verbrauch eine Versorgungsknappheit.

Dürre und Bitcoin-Miner belasten Energieversorgung im Iran

Während der Sommermonate kommt es im Iran wiederholt zu enormer Dürre. Weniger Wasser erreicht die Dämme des Landes und somit sinkt die Stromproduktion in den Wasserkraftwerken.

Parviz Mohammadnejad, Mitglied des iranischen Energiekomitees, rechnet in diesem Jahr mit einem Defizit von 14.000 Megawatt. Infolgedessen, so vermutet er, werde es regelmäßig zu Stromausfällen kommen.

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Besonders Bitcoin-Farmen sind für ihren großen Stromverbrauch bekannt und daher im Fokus der Behörden. Im Iran steigt der Energiebedarf im Sommer auf seine Höchstwerte, während die Energieerzeugung sinkt.

Von den Abschaltungen sind jedoch nicht nur Bitcoin-Farmen, sondern auch andere Krypto-Mining-Zentren betroffen.

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Irans ambivalentes Verhältnis zu Bitcoin und Co.

Noch 2020 existierten im Iran über 1.000 lizenzierte Krypto-Miner sowie unzählige illegale Betriebe. Diese Zahl ist offenbar deutlich geschrumpft. Im Januar 2021 betrug der Anteil iranischer Miner am Bitcoin-Netzwerk 4,1 Prozent.

Inzwischen ist dieser Wert auf nur mehr 0,1 Prozent geschrumpft, wie die Universität Cambridge feststellt. Eingangs machte günstiger Strom das Land als Standort attraktiv. Insbesondere fehlende Stabilität und staatliche Interventionen ließen die Attraktivität schrumpfen.

Bereits 2021 kappte der Iran den Krypto-Minern zweimal den Strom. Der letzte Ausschluss endete erst am 6. März. Knapp drei Monate später schaltet man den lizenzierten Betrieben wieder den Strom ab.

Illegale Miner machten die Behörden offenbar wirksam ausfindig. Bis zum Juni 2021 beschlagnahmte der Iran 7.000 ASICs.

Andererseits erkennt man Kryptowährungen im Iran als Chance. Das Land ist von Sanktionen der USA stark gezeichnet. Durch Bitcoin und Co. will man die Auswirkungen der Sanktionen mildern.

Am Handel mit Kryptos nimmt sogar Irans Zentralbank teil. Miner sind dazu verpflichtet, ihre Erträge direkt an diese zu verkaufen.

Staatliche Stellen verwenden BTC dann direkt als Zahlungsmittel und begleichen so die Rechnungen von Importgütern.

Privatpersonen ist es im Iran untersagt, “große Mengen” an Kryptos zu halten. Eine Verwendung als Zahlungsmittel ist im privaten Bereich ebenfalls verboten.

   

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